Das Problem ist selten die Technik. Was ich in einem kantonalen Amt gelernt habe.
Im September habe ich im Tiefbauamt des Kantons Zug KI-Anwendungen gesucht, bewertet und getestet. Am Ende standen acht funktionsfähige Prototypen. Die wichtigste Erkenntnis hatte aber wenig mit Technik zu tun.
1. Mit den Aufgaben beginnen, nicht mit den Werkzeugen
Die besten Ideen kamen nicht aus Präsentationen über KI, sondern aus Gesprächen über den Arbeitsalltag: Was wiederholt sich jede Woche? Wo wird abgeschrieben, zusammengefasst, umformuliert? Erst danach lohnt sich die Frage, welches Werkzeug hilft.
2. Klein testen, dann entscheiden
Ein Prototyp, den jemand am eigenen Beispiel ausprobieren kann, überzeugt mehr als jede Folie. Und er zeigt schnell, wo die Grenzen liegen. Manche Ideen haben wir nach einem Test verworfen. Auch das ist ein Ergebnis.
3. Regeln gehören von Anfang an dazu
Sobald ein Werkzeug funktioniert, kommt die Frage: Was darf hinein? Wer die Antwort früh und schriftlich festhält, schafft Vertrauen. Für Drohnenaufnahmen habe ich dafür ein eigenes Merkblatt geschrieben.
4. Das Team muss mittragen
Am meisten bewirkt hat die Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen. Ein Werkzeug, das nur eine Person versteht, verschwindet wieder. Eines, das das Team mitgestaltet hat, bleibt.
Was das für kleinere Organisationen heisst
Diese vier Punkte sind die Grundlage meines KI-Starterpakets: Bestandesaufnahme statt Werkzeugkatalog, getestete Vorlagen statt Theorie, ein Merkblatt statt Unsicherheit und eine Schulung an eigenen Beispielen.
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